Unsere Alpintour 2020 führte uns nach Östereich in den Sellrain, nah dem Ötztal. Leider spaltete sich dieses Jahr durch den Corona Virus unsere Wandergruppe in eine Berg- und eine Tal-Gruppe. Die Tal-Gruppe war in Gries in einer Pension untergekommen und unternahm von dort eine 3 Seenwanderung in Kühtai, eine Tageswanderung von Längenfeld zur Brand Alm. Am dritten Tag unternahm sie eine Wanderung von Praxmar zum Westfalenhaus und stieß dort zur Berg-Truppe.

Auf der 3 Seentour (Fotograf Stefan Hillebrand)

Die Berg-Truppe startete am ersten Tag in Praxmar und stieg dort 1000 Höhenmeter durch einen schönen Zirbelwald zum Satteljoch auf. Von dort ging es wieder 500 Höhenmeter hinunter durch das Gleirschtal bis zur Pforzheimer Hütte, die wir nach 4h erreichten. Auf den Hütten wurden die Corona Abstands und Hygieneregeln sehr gut umgesetzt und so konnte fast normal den Aufenthalt genießen.

Auf Stieg zum Satteljoch

Am zweiten Tag ging es zum warm werden wieder 500 Höhenmeter hinauf zum Gleirschloch. Nun eröffnete sich der Blick auf das Zwieselbachtal. Wie auch im Gleirschtal gab es keine Straßen oder Verbaungen nur reine Natur und einen kleinen Wanderpfad, beeindruckend das es noch solche Gebiete in den Alpen gibt! Nach einen kurzen Abstieg ins Zwieselbachtal konnten wir die Schweinfurter Hütte am Taleingang liegen sehen, unser Weg führte nun aber nochmals 500 Höhenmeter hinauf zum Zwieselbachjoch vorbei an den Resten des Zwieselbachferners. Auf 2800m Höhe hatten wir einen Eindrucksvollen Ausblick auf die Ötztaler Berge, die Wildspitze war zum greifen nah. Nach einer ausgiebigen Verschnaufspause stiegen wir dann zur Winnebachseehütte ab. Diese liegt malerisch am Winnebachsee und einem prächtigen Wasserfall, die anstrengende 6h Wanderung war da schnell vergessen.

Am Gleirschloch
Winnebachseehütte

Am nächsten Tag ging es vorbei an den Bachfallenferner, der noch eine beeindruckende Größe hat. Nun ging es steil hinauf zum Hohen Seeblaskogel. Auf den letzten Metern mussten wir noch ein großes Schneefeld überwinden und einige Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz auf 3235m klettert zurücklegen. Belohnt wurde die Plackerei mit einem atemberaubenden 360 Gad Rundumblick. Wir hatten mal wieder richtig Glück das es vor ein paar Tagen geschneit hatte und so die Berge im strahlenden weiß vor uns lagen. Hinunter ging es nun über das Schneefeld etwas schneller und wir konnten mit viel Spaß das Skifahren mit Wanderschuhen erlernen. Nach anstrengenden 7h erreichten wir die Westfalenhütte, wo schon die Tal-Gruppe auf uns wartete.  

Bachfallenferner
Mit Blick zur Wildspitze

Am letzten Tag unternahmen alle zusammen eine Wanderung zum Stuiben Wasserfall. Dieser konnte über die neue Hängebrücke erklommen werden ein paar versuchten sich am Familienklettersteig. Der Krönende Abschluss für die Kletterer war dann eine Drahtseilbrücke direkt über die Abrisskante des Wasserfalls.

Stuibenfall

Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns wieder Gut Erholt auf zur Heimreise ins Eggegebirge…