Um 3.00 Uhr morgens machten wir uns auf dem Weg ins Stubaier Tal. Die Wetterprognose war noch nicht so berauschend mit Vormittags bewölkt und nachmittags Gewitter und als wir uns den Alpen näherten sah es auch schon sehr nach regen aus. Umso schöner war es dann als im Staubaier Tal die Sonne schien und die weißen Gletscher zum Vorschein kamen. Wir entschiedenen uns mit der Gletscherbahn zur Dresdner Hütte zu fahren um dann ohne Gepäck eine kleine Wanderung durchzuführen.

Zwei entschieden sich den Fernau Klettersteig (C/D) auf den Egesengipfel 2635m zu nehmen und der Rest ging über den Normalweg hinauf. Obwohl der Klettersteig senkrecht auf den Gipfel führte waren die Wanderer schneller und konnten so bei einer ausgiebigen Pause das Stubaier Alpenpanoramer bewundern.

Mutterbergersee

Am Nächsten Tag ging es dann auf die erste Etappe des Stubaier Höhenwegs zur Neuen Regensburger Hütte. Eine Landschaftlich sehr schöne und lange Bergwanderung mit 8h Länge. Wir haben noch die Schleife vorbei am Mutterbergsee mitgenommen und sind dann  zum Grawagrubennieder aufgestiegen, dem höchsten Punkt am Stubaier Höhenweg. Von hier hat man eine Grandiose Aussicht auf die Stubaier Berg und Gletscherwelt. Auf der Gegenseite ging es steil hinunter ins Hohe Falbesoner Tal. Kurz vor dem Erreichen der Regensburger Hütte trifft man auf eines der schönsten Hochmoorgebiete.

Am dritten Tag unserer Alpinwanderung wanderten wir weiter auf dem Stubaier Höhenweg zur Franz-Senn-Hütte. Von der Hütte geht es ca. eine halbe Stunde nahezu eben Tal auswärts, bis man auf die Abzweigung zum Schrimmennieder stößt. In zahlreichen Kehren führt der Weg nun Richtung Norden zum Schrimmennieder Joch hinauf. Wir haben noch den Abstecher aufs Basslerjoch in kauf genommen und wurden mit einem herrlichen Rundumausblick belohnt.

Vom Schrimmennieder führt der Weg nun zuerst leicht absteigend, dann steiler in Serpentinen in die obere Platzengrube hinunter. Nach einem kurzen Gegenanstieg über Felsblöcke geht es hinab in das Kuhgschwetz und mit einem herrlichen Ausblick in einer Stunde flach zur Franz-Senn-Hütte. Nach einer kleinen Stärkung kletterten  zwei Abendteuer suchende noch den Klettersteig Höllenrachen, der sein Namen volle Ehre macht.

Am letzten Tag wanderten wir nur noch 3h Stunden weiter auf dem Höhenweg und bogen dann Richtung Oberrisalm ab. Wie auch die Tage zuvor war hier die Heide in voller Blüte und die leckeren Blaubären konnte man an einigen Stellen fast mit dem Mund pflücken.

Die Wetterprognosen passten auf unserer Tour zum Glück mal wieder nicht und so fuhren wir gut gebräunt und mit vielen neuen Eindrücken und etwas geschafft wieder Richtung Heimat.