Kurz vor der Europawahl sind am Sonntag, den 19.05.2019 Zehntausende Menschen in vielen deutschen und europäischen Großstädten auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Nationalismus zu setzen.

Die DWJ Abt. Holtheim unternahm eine Radtour zu der NS-Gedenkstätte in der Wewelsburg, um sich einen Eindruck von der dunklen NS-Zeit zu verschaffen.
Bei schönsten Radwetter starteten wir beim Vereinslokal und fuhren zunächst Bergab zum Husener-Rückhaltebecken, um dann stetig Bergauf über Dalheim und Helmern nach Haaren zu fahren. In Haaren legten wir eine kurze Rast am Jüdischen Friedhof ein. Zur NS-Zeit wurden hier 29 jüdische Mitbürger vertrieben und fanden ihren Tod in Konzentrationslagern.
Über den Glaserweg rollten wir dann wieder gemütlich hinunter in das „Tal des Friedens“, zu den Soldatenfriedhof bei Böddeken. Die Soldaten sind in den letzten Kriegsmonaten gefallen und die jüngsten waren gerade einmal 17 Jahre alt. Da fällt es nicht leicht eine klare Linie zwischen Tätern und Opfern zu ziehen.
Über den Sintfeld Höhenweg fuhren wir dann hinauf zur Wewelsburg. Auf dem Weg kamen wir noch an der ehemaligen Schießbahn der Waffen-SS und dem KZ Niederhagen vorbei, wo mindestens 1.285 Menschen ihr Leben ließen. Im Kreismuseum informierten wir uns noch tiefer über die Pläne der Waffen-SS und man kann nur froh sein, dass diese nie umgesetzt wurden.

Nach einer Stärkung mit Pizza und kühlen Getränken fuhren wir über den Alme-Radweg nach Borchen. Hier wurden auf dem Pumptrack die MTBs erst einmal auf Herz und Nieren getestet. Danach führte uns der Altenau-Radweg wieder zurück nach Holtheim. Zum Schluss hatten eine stolze Strecke von 65km mit dem Rad zurückgelegt…