Wandertag Südegge 2011 an der EGV-Hütte Holtheim
Samstag, den 30. Juli 2011 um 19:02 Uhr
Dierk Haberhausen
EGV hütet die Schatzkammern
Merschjohann: Bekenntnis zur Wanderregion Lichtenau
Holtheim (hg) Ein Bekenntnis zur Wanderregion Lichtenau legte Bürgermeister Dieter Merschjohann in seiner Festrede zum Wandertag Südegge 2011, ausgerichtet von der Abteilung Holtheim des Eggegebirgsvereins (EGV), ab: „In den 15 Dörfer Lichtenaus, in ländlicher Idylle mit großen Waldgebieten (nahezu die Hälfte des Stadtgebietes mit 192 qkm ist bewaldet), lässt es sich hervorragend wohnen, leben, arbeiten – und wandern. Wenn wir diese Natur weiter genießen möchten, heißt es sie zu schätzen, zu schützen und sie zu pflegen. Dazu brauchen wir keinen Nationalpark! Dabei hilft uns mit vorbildlicher ehrenamtlicher Arbeit der Eggegebirgsverein. Er hütet die Schatzkammern Lichtenaus!“
Der aktuelle Wandertourismus sei ein wichtiger und wertvoller „weicher Standortfaktor“ für die Stadt. Hervorragende Wanderwege im Stadtgebiet, der mehrfach zertifizierte Eggeweg über den Eggekamm, mit den Hermannhöhen und dem Europäischen Fernwanderweg E 1, der Sintfeld-Höhenweg, der Altenau-Wanderweg, der Wilderer-Wanderweg, und die überregionalen Wege, wie z.B. der Westfalen-Wanderweg seine die Wandermarginalen in der Pflege des EGV. „Die EGV-er verwalten hier im Ehrenamt ein Fundament, auf das die Stadt bauen kann“, so Merschjohann. „In der Zusammenarbeit sind wir stark mit dem wanderbaren Lichtenau.“ Den Holtheimer Eggeleuten dankte er für ihr umfassendes Engagement in der Familien- und Jugendarbeit, mit der ein Zusammenschluss der Generationen erlebbar würde. Die wertvolle Mitarbeit bei den Lichtenauer Wanderwochen sei eine beispielhafte regionale Aufgabe gewesen, die mithelfe, das soziale Netzwerk in der Stadt zu festigen.
Der Vorsitzende des EGV Holtheim, Dierk Haberhausen, hatte zuvor die Wanderfreundinnen und Wanderfreunde an der Holtheimer EGV-Hütte aus den Abteilungen des Vereins begrüßt, an der Spitze Wilhelm Knaup (Ehrenvorsitzender von Holtheim), EGV-Ehrenvorsitzender Konrad Kappe und EGV-Vorsitzender Helmut Bangert. Letzterer machte auf den Deutschen Wandertag 2015 in Paderborn aufmerksam und bat seine EGV-er, mit und in ihren Veranstaltungen in der Vorbereitungszeit immer wieder auf dies große Event der bundesweiten Wandererfamilie hinzuweisen und sich darauf vorzubereiten. Das Südeggetreffen in Holtheim wurde musikalisch begleitet von den Musikern des Bläser-Ensembles Kleinenberg. Die Tanzmäuse des Sportvereins brachten die kindliche Freude an der rhythmischen Bewegung zum Ausdruck. Und die Holtheimer servierten neben anderen Köstlichkeiten ihre Spezialität: Kartoffelpuffer!

Foto: Bei der Vorführung der Tanzmäuse beim Südeggetreffen 2011 an der Holtheimer Hütte, von links: Holtheims EGV-Vorsitzender Dierk Haberhausen, Helmut Bangert (Vorsitzender des Gesamt-EGV), Bürgermeister Dieter Merschjohann und Holtheims Ehrenvorsitzender Wilhelm Knaup.
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Was ist die „Südegge? Es ist das südliche Eggegebirge, von dem der Ehrenvorsitzende Konrad Kappe sagte, er wisse wo sie anfange, nämlich am Pranger in Obermarsberg. Ihre Grenze im Norden sei allerdings „randunscharf“.
Weserbergland II
Freitag, den 02. Dezember 2011 um 08:24 Uhr
Dierk Haberhausen
Am 24.06.2011 starteten wir auf die zweite drei Tagestour auf dem Weserberglandweg. Da am Vortag noch lange Vogelschießen gefeiert wurde, tat die kleine Brotzeit unter freien Himmel mit frischer Luft recht gut, bevor es dann auf die 20 km lange Etappe von Bodenwerder nach Schloss Hämelschenburg ging. Der Weg war am Steinbruch bei Hehlen schlecht markiert und schwer zu finden, doch dank GPS war ein Anschlussweg schnell gefunden. Morgens wurden wir durch leichte und schwere Schauer immer wieder angefeuchtet doch zum Nachmittag lockerte sich die Bewölkung auf und die Sonne zeigte sich, so konnten wir die erste Etappe noch mit ein paar gemütlichen Stunden im Biergarten des Schlosses Hämelschenburg beschließen.

Am zweiten Tag ging es dann 24 km von Rohdental zu unserer Unterkunft in Hameln. Ein Höhepunkt war der Hohestein dessen Anstieg zwar etwas Kräfte raubend war, entschädigt wurde man dann aber mit einem herrlichen Blick in die Tiefe und über das Weserbergland von der Teufelskanzel. Weiter ging es dann durch den Süntel bis zum Süntelturm, der nicht nur zu einer kleinen Brotzeit einlädt sondern auch noch (wenn man einige Stufen in kauf nimmt) einen Rundumblick über das Weserbergland gewehrt. Bei gutem Wetter kann man von hieraus sogar den Brocken sichten.

Am dritten Tag wanderten wir noch einmal 12 km von Steinbergen nach Rohdental. Da es am Vorabend noch heftig gerechnet hatte glich der Wald an diesem Tag eher einer Waschküche, doch als es dann an den Springsteinen vorbei ging verzauberte dieser Nebel auch den Wald. Nach einer kleinen Stärkung in der Weinschänke Rohdental ging es dann wieder Richtung Heimat.

Da wir die Porta Westfalica noch nicht ganz erreicht hatten, werden wir im kommenden Jahr noch einmal zur Weser aufbrechen und auch noch ein Stück des Wittekinsweges erwandern.
>>Bilder von der Wanderung
Alpinwanderung ins Tannheimer Tal 2011
Samstag, den 15. Oktober 2011 um 08:35 Uhr
Dierk Haberhausen
Pünktlich um 5.00 Uhr starteten wir in Holtheim zur unserer dritten Alpinwanderung diesmal in das Tannheimer Tal. Das frühe aufstehen hat sich wieder einmal gelohnt und so waren wir nach 6 Stunden Fahrtzeit an unsern Startpunkt an der Talstation in Grän angekommen. Leider war es noch leicht am rechnen, doch wir entschieden uns nach einer kurzen Pause, trotzdem zu unserer ersten Etappenziel, der Bad Kissinger Hütte (1792m), aufzubrechen.

Der Regen sah schnell ein, dass er gegen unsere Euphorie nichts entgegen zu setzen hatte und so klarte es mit jedem Höhenmeter weiter auf. Nach zwei Stunden Aufstieg erreichten wir die Bad Kissinger Hütte und hatten auch noch Glück das wir ein freies Matratzenlager beziehen konnten.Nachdem wir uns mit einer kleinen Zwischenmalzeit gestärkt hatten bestiegen wir noch das Brentenjoch (2001m). Als wir den Gipfel nach einer Stunde Kraxelei erreichten hatte es schon aufgeklart und so konnten einen wunderschönen Weitblick genießen. Nach Norden konnte man weit ins Allgäu schauen und der Forggensee und Schloss Schwanstein waren gut zu sehen. Weiter östlich lagen die Ziele von morgen, die Köllenspitze, der Gimpel und die Rote Flüh. Nach Süden lag das Tannheimer Tal und dahinter die unzähligen Gipfel der Alpen. Im Westen lag die Badkissinger Hütte mit dem nächsten Ziel, dem Aggenstein. Wieder an der Bad Kissinger Hütte angekommen entschieden wir uns, noch vor dem essen auf den Aggenstein zu gehen. Als nach dem Abendessen das wunderschöne Alpenglühen einsetzte bereute man diese Entscheidung, da dies vom Aggenstein sicherlich noch schöner zu sehen gewesen wäre. Zufällig waren an diesen Abend Musikanten auf der Hütte und so verbrachten wir noch ein paar schöne gesellige Stunden auf der Bad Kissinger Hütte.

Am nächsten Morgen ging es dann um 8.30 Uhr, mit strahlend blauem Himmel, weiter über den Tannheimer Höhenweg zum Füssener Jöchl und auf den Gamskopf (1890m). Nach einer kurzen Rast mit malerischem Ausblick über die Alpen ging es weiter über die Sonnenalm zur Otto Mayr Hütte, die wir just in Time nach 3 Stunden erreichten. Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es dann weiter über die Judenscharte zur Tannheimer Hütte. Der Weg hinauf zur Judenscharte war schon recht anstrengend, nicht nur weil er sehr steil ist und teilweise Drahtseil gesichert ist sondern auch weil durch das gute Wetter die Sonne erbarmungslos auf einen einschien. Trotzdem erreichten wir mit trockenem Mund und leeren Trinkflaschen nach 3 Stunden die Tannheimer Hütte (1730m). Nach einer kurzen Getränkepause ging es dann hinauf zum Gipfel der Roten Flüh (2108m). Nun lag der eigentliche Höhepunkt des Tages vor uns, der Friedberger Klettersteig auf den Gipfel des Schartschrofen(1968m). Der Weg führt zunächst ziemlich ausgesetzt über den Gipfelgrat zur Gelben Scharte, von dort steigt dann der Klettersteig steil auf den Schartschrofen empor. Beim Abstieg sahen wir dann das vierte Gamsrudel an diesem Tag dieses entzog sich gemächlich unseres Blickes, wahrscheinlich erkannten die Gämsen auch, dass von diesen erschöpften Kletterern keine Gefahr mehr ausgeht. Erschöpft aber gefüllt mit vielen neuen Eindrücken erreichten wir um 18.30 Uhr die Otto Mayr Hütte zum zweiten Mal an diesem Tag.

Am zweiten Morgen war es verhangen und es nieselte leicht, doch da einige Höhenmeter bis zur Sonnenalm vor uns lagen sorgte das Wetter für die nötige Kühlung. Von der Sonnenalm ging es über die Skipiste wieder hinunter zur Talstation nach Grän. Dieser Weg war nicht so schön, daher ärgerten wir uns unten, dass wir nicht die Gondel genommen hatten. Schön war aber, dass es sich wieder aufgeklart hatte und so konnten wir, nachdem wir den Bulli nach Tannheim umgesetzt hatten, am Vilsalpsee wieder mit blauen immel zur Landsberger Huette aufbrechen. Vom Vilsalpsee geht es steil Bergauf zum Traualpsee und so nutzen wir die Gelegenheit an der Traualp uns für de letzten Höhenmeter zur Landsberger Huette zu stärken. on der Traualpe hat man auch einen sehr schönen Blick auf die Lachenspitze und so konnten wir schon einmal die Klettersteig Linie in Augenschein nehmen. Dese zieht sich fast senkrecht durch die Lachenspitze Nordwand. ls wir an der Landberger Hüte angekommen waren schlug das Wetter leider wieder um und so hatte sich die Frage (zum Glück) erübrigt ob wir den Klettersteig noch begehen. Wir konnten uns die Zeit aber dennoch mit kleinen Kletterübungsstiegen, der Katogorie A-D, vertreiben. Gegen Abend zog dann wieder Regen auf, der auch noch am nächsten morgen alles gab. Da wir aber nur 2 Stunden bis zum Neunerköpfle vor uns hatten, störte uns der Regen nicht wirklich. Ganz im Gegenteil wenn die Berge Wolkenverhangen sind und immer mal wieder der Blick durch Wolkenlücken auf ihnen frei wird, liegt auch eine ganz besondere Stimmung in der Luft und man fühlt sich fast wie nach Schottland in den Highlands versetzt. Wieder in Tannheim angekommen genossen wir noch einmal das gute Tiroleressen und ließen dabei die schöne Alpinwanderung noch einmal Revue passieren bevor wir dann wohl gestärkt die Heimreise antraten...
>>Weitere Bilder von der Alpinwanderung
36. Zeltlager an der EGV-Hütte in Holtheim verbindet Groß und Klein
Samstag, den 06. August 2011 um 16:26 Uhr
Dierk Haberhausen
Mit dem ersten Sommerferientag war es in Holtheim bereits zum 36. Mal soweit: 65 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 – 15 Jahren verwandelten das inmitten schönster Natur gelegene Gelände um die EGV-Hütte in Holtheim vom 22.07. – 27.07.2011 zu einer mit den Jahren immer größer werdenden Zeltstadt. Denn wo früher kleine Zelte aufgebaut wurden, sind es jetzt ausnahmslos „Paläste“ mit mehreren Kabinen, die den Kindern für die Zeit des Zeltlagers einen hohen Schlafkomfort garantieren.
Das 20 köpfige Betreuer- und Kochteam der DWJ Abt. Holtheim, um den Leiter Ralf Beseler hatte sich im Vorfeld viel Mühe mit der Organisation des Zeltlagers gegeben und ein tolles Programm zum Thema „Natur“ auf die Beine gestellt. So konnten die Kinder tagsüber bei Quizwanderungen, Wettkämpfen und Bastelangeboten ihr Können unter Beweis stellen und das gemeinsame und im Zeltlager selbstgekochte Essen genießen. In den Abendstunden sorgten die beliebte Disco, eine Nachtwanderung und Abendshows sowohl bei den Kindern, als auch bei den Betreuern für viel Spaß.

Der Familientag am Sonntag wurde wie in jedem Jahr mit einer Messe, gehalten von Pater Georg Becher aus Neuenheerse, eröffnet. Anschließend konnten Eltern und Kinder bei Gulaschkanone, Kuchen und Gegrilltem einen schönen und –trotz schlechten Wetters- gemütlichen Tag erleben.
Den Höhepunkt des Zeltlagers bildete aber wie immer der Ausflug, der jeweils am vorletzten Tag des Zeltlagers stattfindet. In diesem Jahr machte sich das Zeltlager mit zwei Bussen und den Wanderführern Dierk Haberhausen und Daniel Hartmann auf den Weg zur Kattenmühle bei Veldrom. Von dort aus ging es zu Fuß hinauf zum Eggeturm, dort auf den höchsten Berg des Eggegebirges -den Preus. Velmerstot (468 m). Anschließend ging es über den Lipp. Velmerstot wieder hinab zur Silberbachmühle und schließlich zu den Externsteinen. Insgesamt haben die jungen Wanderer so erfolgreich 10 km zurückgelegt und unterwegs eine Menge erlebt.

Besonders freut es die Betreuer in jedem Jahr aufs Neue, das die Kinder aus den unterschiedlichen Dörfern der Stadt Lichtenau (Holtheim, Atteln, Herbram, Husen, Kleinenberg und Lichtenau) in den Tagen an der EGV-Hütte gut zusammen wachsen und sich Freundschaften entwickeln. Nachdem das Betreuerteam beim Zeltabbau am Mittwoch in viele zufriedene Gesichter blicken konnte, waren sich alle schnell einig, dass sich die enorme Vorarbeit gelohnt hat und es mit Sicherheit in den Sommerferien 2012 ein 37. Zeltlager an der EGV-Hütte in Holtheim geben wird.

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